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PORTFOLIO

20.10.2020

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„Das Projekt Helt Konge erzählt eine Geschichte über uns Norweger, über unsere Kultur und unsere Geschichte. Es geht um unsere Lebenswelten, welche Dinge uns wichtig sind und um unsere Beziehung zur königlichen Familie. Das allererste Foto dieser Serie habe ich im Maschinenraum eines Leuchtturms im Westen Norwegens aufgenommen. Dort hatte ich eine Ausstellung. Als ich durch das Gebäude ging, bemerkte ich ein verblasstes Bild unseres früheren Königs an der Wand. Ich erinnere mich, dass ich dachte, das sei ein seltsamer Ort, um ein Foto des Königs aufzuhängen, und fotografierte instinktiv die Wand. Damals habe ich nicht weiter darüber nachgedacht. Später tauchten derlei Bilder und Wände mit Aufnahmen der königlichen Familie immer wieder in Situationen auf, in denen ich sie nicht erwartet hätte.

Ich bin Fotografin und habe auch Anthropologie studiert, daher bin ich generell neugierig auf Menschen und ihre Lebensweise. Irgendwann ging ich das königliche Material durch, das ich bereits hatte, und wollte noch mehr finden. Ich fragte mich: Wie weit ist dieses Phänomen der königlichen Porträts in den Häusern der Norweger verbreitet? Um das herauszufinden, begab ich mich auf eine Reise durch Norwegen. Es war ein sehr befriedigendes Projekt. Die Menschen waren unglaublich freundlich und haben mich in ihren Häusern willkommen geheißen. Ich spürte, dass sie sehr zu schätzen wussten, dass jemand Interesse an ihrer Zuneigung zur königlichen Familie zeigte. Es gab Fälle, in denen ein Foto des Königs jahrzehntelang an der Wand hing, ohne dass jemand zuvor darauf aufmerksam wurde. Andere Leute waren aber zunächst etwas ratlos und hatten keinen Bezug zu dem Thema, geschweige denn Fotos der königlichen Familie zu Hause. Die meisten waren aber sehr hilfsbereit und versuchten mir Tipps und Telefonnummern von Leuten und Büros zu geben, die ich anrufen konnte. Unterm Strich benötigte ich aber viel Ausdauer. Ich musste viele Telefonate führen und mit vielen Leuten sprechen, bevor ich in einen Raum mit einem königlichen Porträt an der Wand kam. Das Projekt dauerte etwa zehn Jahre. Es kommt mir vor, als hätte ich Millionen Menschen und Orte fotografiert. Ich war in unzähligen Häusern, Gebäuden und Institutionen.

Für die meisten Aufnahmen habe ich die Leica S (Typ 006) verwendet. Sie hat sich dafür ausgezeichnet geeignet, weil sie sehr präzise ist und eine hohe Auflösung hat. Auf dem Display konnte ich das Bild sehen und seine Qualität beurteilen, während ich arbeitete. Die Kamera ist sehr einfach und intuitiv zu bedienen. Bei der Arbeit mit einem Stativ hatte ich die volle Kontrolle. Die Kamera hat eine ausgezeichnete Bildqualität und danach sollte man bei einem Projekt wie Helt Konge suchen.“

Text und alle Bilder auf dieser Seite: © Elin Høyland
Ausrüstung: Leica S (Typ 006), Elmarit-S F/2.8/45 Asph
© Håkon Eikesdal

Elin Høyland

Elin Høyland ist eine norwegische Fotografin, die für zahlreiche Zeitungen wie The Guardian und Dagens Næringsliv, die norwegische Wirtschaftszeitung tätig ist. Dewi Lewis (Großbritannien) veröffentlichte 2011 ihr Buch The Brothers und 2015 ihr Buch Brother | Sister. Ihr jüngstes Buch trägt den Titel Helt Konge. Høylands Arbeiten wurden weltweit in zahlreichen Galerien, Museen und auf Fotofestivals ausgestellt. Die Fotografin lebt und arbeitet in Oslo.

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