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FUNDSTÜCKE

30.08.2019

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Bei einer Recherche im Schweriner Stadtmuseum entdeckte ich unter einer Vielzahl an Plakaten, die kurz nach der Einnahme der norddeutschen Stadt durch Einheiten der 8. Amerikanischen Infanteriedivision gedruckt und veröffentlicht wurden, eines, das meine Aufmerksamkeit als Leica-Fotograf auf sich zog.

Es handelt sich um einen Aufruf des gerade eingesetzten neuen Oberbürgermeisters, der zehn Tage nach der deutschen Kapitulation erschien und die einheimische Bevölkerung in vier Punkten über die Beschlagnahme verschiedener Materialien informierte und zur Abgabe weiterer aufforderte. In den Punkten eins bis drei geht es um Plünderungsgut, Holz und Kleidung. Es war Punkt vier, auf den mein Augenmerk fiel: „Ich fordere hiermit auf, mir Leicas und Rolleyflex [sic!] zum Ankauf anzubieten. Wenn Kaufangebote in unzureichendem Maße eingehen, muß mit Beschlagnahme gerechnet werden, ohne daß dann eine Entschädigung erfolgt.“

Was mit diesen Kameras geschah, wie viel für die Kameras geboten wurde, wie viele freiwillige Verkäufer es gab, ob Kameras beschlagnahmt wurden – darüber gibt es leider keine verlässlichen Informationen aber viel Platz für Spekulationen und Stammtischgespräche. Zwei Wochen später wurden die amerikanischen Besatzungseinheiten zunächst von britischen Truppen abgelöst. Gemäß den Abkommen der Alliierten über die Aufteilung Deutschlands wurde Schwerin dann am 1. Juli 1945 an die Rote Armee übergeben.

Haben auch Sie kuriose, lustige oder einfach nur interessante Geschichte oder Dokumente rund um die Leica und möchten sie mit uns teilen? Schicken Sie uns eine E-Mail mit dem Betreff „Fundstücke“ an: stories@lfi-online.de. (dro)
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