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06.07.2022

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Er scheint in seinem Leben gleich mehrere Professionen vereint zu haben – nicht nur als Fotograf und Filmemacher, sondern auch als Regisseur, Drehbuchautor, Schriftsteller und Büchermacher ist er erfolgreich. Für alles hat er in seinem Leben Platz und Zeit gefunden; es überrascht also keineswegs, dass er heute zu den wichtigsten Chronisten Frankreichs gehört. Sein Werk spannt sich weit über sein Heimatland hinaus, ist er doch auf vielen Kontinenten unterwegs gewesen. Depardons Weg in die Welt beginnt allerdings in einer dörflichen Provinz im südfranzösischen Villefranche-sur-Saône: Dort stellt er schon früh fest, dass er für die Übernahme des elterlichen Hofs nicht infrage kommt. Die Kamera wird für ihn das beste Werkzeug, ein anderes Leben zu beginnen. Bereits mit 16 Jahren startet er seine Karriere in Paris, wird dort Lehrling und später Assistent bei dem damals wichtigen Bildreporter Louis Foucherand. Auch für die Agentur Dalmas ist er tätig und weiß sich als Fotograf für Magazine und Zeitungen zu behaupten. 1966 ist er Mitbegründer der Agentur Gamma. Doch Klatsch und der Boulevardjournalismus sind nur eine Ebene; Depardon wird als Kriegsfotograf auch Zeuge von Konflikten in Algerien, Indochina oder Biafra. Für seine Reportage während des Militärputsches in Chile erhält er 1973 die Robert Capa Gold Medal, 1977 für seine Arbeiten aus dem Tschad einen Pulitzer-Preis. 1978 wird er Mitglied der renommierten Fotografenkooperative Magnum. Seit den späten 1960er-Jahren wird auch die Filmarbeit für ihn immer wichtiger: Dreht er zunächst Dokumentarfilme, kommen in den 1980er-Jahren auch Spielfilme hinzu. Über 50 Fotobände hat er veröffentlicht, Dutzende von Filmen produziert. Sein vielschichtiges und spannendes Werk lädt ein, immer neue Facetten des vielfach ausgezeichneten Fotografen und Filmemachers zu entdecken.

Wir gratulieren Raymond Depardon, den man selten ohne eine Leica antrifft, sehr herzlich zum 80. Geburtstag! (Ulrich Rüter)

Das Werk von Raymond Depardon wird in der LFI-Ausgabe 5/2022 mit einem umfangreichen Portfolio vorgestellt.

Die Ausstellung Raymond Depardon/Kamel Daoud. Son œil dans ma main. Algérie 1961–2019 läuft noch bis zum 31. Juli im Institut du monde arabe, Paris.

Bild: Raymond Depardon mit seiner Leica M6J, Paris 2003 © Raymond Depardon/Magnum Photos
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