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BUCHTIPP

14.07.2022

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Die Leichtigkeit des Sommers spüren: Wo gelingt das besser als am Strand – und mit der Partnerin oder dem Partner an der Seite? Ein ganz besonderes Gespür für das Strandleben hat die in Brooklyn ansässige Fotografin Erica Reade seit nunmehr über sieben Jahren entwickelt. Bei ihren Ausflügen zu den Stränden rund um New York City hat sie ihren Kamerablick auf Paare gerichtet, die sich dort für ein paar Stunden aus dem Alltag gestohlen haben. „Ich habe noch nie Leute in New York gesehen, die glücklicher waren, als wenn sie am Meer waren, mit einem besonderen Menschen neben sich“, so die Fotografin. Ihr gelingt in der Serie das perfekte Kunststück, private Intimität einzufangen, ohne voyeuristisch zu sein.

„Es war eine aufregende Herausforderung, diese Seite der New Yorker ans Licht zu bringen, die wunderbare Bandbreite menschlicher Beziehungen zu beobachten und zu dokumentieren. Ob Leidenschaft, Freundschaft oder ein gemeinsames Lachen – am Strand ist alles irgendwie nackter und verletzlicher“, erläutert die Fotografin. Die Aufnahmen zeigen weit mehr als Strandatmosphäre in gelungenen Schwarzweißfotos. Erleichterung und Entspannung stellen sich allein schon beim Betrachten der Bilder ein, lassen sie doch die Erfahrungen von Trennung und Quarantäne, die in den letzten Jahren das Leben und manchen Ausflug auf eine harte Bewährungsprobe stellten, zurücktreten – zugunsten eines lange vermissten Sommergefühls. Befreit von den Zwängen der Arbeit, der Verantwortung und sogar der Kleidung, lässt es sich leichter atmen und von einer entspannteren Welt träumen.

Reade, die selbst eine leidenschaftliche Strandgängerin und Surferin ist, fühlt sich mit den Stränden verbunden. Entstanden ist die Serie vor allem auf den Rockaways und bei Fort Tilden, aber auch auf Coney Island. Ihre Fotografien spiegeln die Bedeutung des Ozeans und des Landes als Kulisse für die Entspannung und die Interaktion der Menschen wider. Sie ist sich auch der Einzigartigkeit der Strandkultur bewusst, indem sie bemerkt: „Ich würdige die einzigartige, schroffe New Yorker Strandkultur und die vielen Fotografen, die mir vorausgegangen sind und ihren Geist so wunderbar eingefangen haben.“

Der Weite des Ozeans, die immerwährende Bewegung der Wellen: Der Strand lädt ein zum Meditieren, zum Relaxen und ist durchaus auch ein Ort zur Selbstfindung, so auch für die Fotografin: „Erst einige Jahre nach Beginn der Serie gestand ich mir ein, dass ich in dieser Arbeit auch auf der Suche nach mir selbst war. Ich war auf der Suche nach genau der Verbindung, die ich mit meinen Fotos anderen zu vermitteln hoffte. In New York kann man leicht abgestumpft sein, was Liebe und Menschlichkeit angeht, und diese Serie gab mir Hoffnung, als ich keine mehr hatte.“ Diese Mischung aus Heiterkeit, Melancholie und vor allem Empathie für die porträtierten Paare prägt diesen wunderbaren Bildband, ohne dabei einfach nur nostalgisch zu werden. Und jetzt schnell die Strandtasche gepackt! (Ulrich Rüter)

Erica Reade: Beach Lovers
Texte von Erica Reade und Gulnara Samoilova
120 Seiten, 60 Schwarzweißabb.
Englisch, 20,3 × 25,4 cm
Daylight
© Max McQueen

Erica Reade

Die Fotografin (*1983) stammt ursprünglich aus Montreal, Kanada. Sie lebt und arbeitet seit über 15 Jahren in New York City, heute als freiberufliche Fotografin in Brooklyn. Reade hat einen M. A. in International Affairs der New School University, mit einem Schwerpunkt in der Jugendentwicklung und der Förderung von Frauen. Als Autodidaktin hat sie Fotografie immer auch für soziale Gerechtigkeit eingesetzt. Sie arbeitete zwölf Jahre lang für Non-Profit-Organisationen, bevor sie 2018 den Sprung zur Vollzeitfotografin wagte. Sie ist die Gründungsdirektorin des Camera of the Month Club, eines Fotokollektivs in New York City.

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