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01.05.2020

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Seit Mitte März befindet sich der Street Photographer zusammen mit seiner Frau in der gemeinsamen Wohnung in Paris in Quarantäne. Nachdem er zunächst gezögert hatte, seine Kamera in die Hand zu nehmen, macht er nun täglich Fotos in der Wohnung. Wir sprachen mit ihm über die Umstellung.    

LFI: Berichten Sie uns bitte von Ihrer Situation in Paris!
Cédric Roux: Ich bin seit dem 14. März mit meiner Frau im Zentrum von Paris in Quarantäne. Ich geh lediglich in ein 30 Meter von unserem Haus gelegenes Lebensmittelgeschäft. Aus Respekt vor dem medizinischen Personal, das uns gebeten hat, zu Hause zu bleiben und die Verbreitung des Virus zu stoppen, versuche ich, die Quarantäne so gut wie möglich einzuhalten. Die Menschen beschweren sich oft über mangelnde Zeit für sich selbst. Wir können diese Situation nutzen, um über uns selbst nachzudenken und uns um unsere Nächsten zu kümmern.

Wie sieht ein typischer Tag aus?
Für mich veraufen die Tage recht normal, weil ich immer noch arbeite. Der einzige Unterschied ist, dass ich das zu Hause tue. Meine Arbeitstage sind also komfortabler als sonst. Wenn die Arbeit getan ist, mache ich eine Sporteinheit von 20 bis 60 Minuten, um in Form zu bleiben. Und wir beenden unsere Tage mit Filmen oder Serien. Normalerweise gehen wir zwei- bis dreimal pro Woche ins Kino. Lustige Tatsache: Zwei Wochen vor der Quarantäne haben wir einen Videoprojektor gekauft. Durch die Ausgangssperre wurde er zu einer unserer besten Anschaffungen überhaupt.

Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Kreativität als Fotograf jetzt eingeschränkt ist?
Es ist klar, dass meine Hauptaktivität als Street Photographer jetzt sehr stark eingeschränkt ist. Ich habe ein paar Tage gezögert, bis ich meine Leica Q2 wieder in die Hand genommen habe. Leider führen meine Fenster zu einem Innenhof, sodass ich die Straße nicht sehen kann. Ich sehe nur eine Fensterfront vor mir und einen kleinen Innenhof darunter. Ich versuche, mit dem Licht, das durch die Fenster fällt zu spielen. Ich mache auch oft Porträts von meiner Frau.

Was vermissen Sie am meisten?
Eine Margherita aus einer meiner Lieblingspizzerien. Und die Suche nach Bildern in der Menge. Es wird toll sein, meine Familie und Freunde wiederzusehen.

Was treibt Sie an?
Ich habe mich auf das eingeschränkte Leben recht gut eingestellt und ich denke oft, wie viel Glück ich im Vergleich mit anderen Menschen habe, die Angehörige verloren haben oder selbst infiziert sind. Mir geht es gut, ich muss nur geduldig sein.

Interview: Denise Klink
Alle Bilder auf dieser Seite: © Cédric Roux
Ausrüstung: Leica Q2 mit Summilux-M 1:1.7/28 Asph
© Warren Lecart

Cédric Roux

Es bedurfte einer Reise nach New York, um seine Schüchternheit zu überwinden und den Schritt zu wagen, mit dem Fotografieren zu beginnen. Seither „versuche“ er, so Roux, zu fotografieren. Mit einer Leica Q2 will er Menschen auf Dinge hinweisen, die zu sehen, sie sich nicht die Zeit nehmen und zeigen, wie die Menschen in unserer Welt zusammenleben. Mit Leica-Kameras fotografiert Roux seit 2017.

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