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07.07.2020

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Jeden Sonntag werden die Schnellstraßen der Kolumbianischen Hauptstadt Bogotá für alle geöffnet, die auf einen motorisierten Untersatz verzichten können. Juan Cristóbal Cobo hat dieses Event mit dem Namen Ciclovía knapp ein halbes Jahr lang fotografisch begleitet. Seine Bilder erzählen von einem kollektiven Aufatmen in einem Millionen-Moloch.

LFI: Wie würden Sie die Ciclovía beschreiben?
Juan Cristóbal Cobo: Die Ciclovía ist für mich die demokratischste Veranstaltung in der Stadt, bei der im Grunde genommen jeder dasselbe Privileg genießt: Die Menschen können auf gesperrten Straßen, auf denen normalerweise viel Verkehr herrscht, Rad fahren, rennen, skaten oder einfach nur flanieren. Alles begann 1976 als Bürgerinitiative und ist seither beständig gewachsen.

Was bewog Sie dazu, dieses Ereignis zu fotografieren?
Im Frühling 2019 sprach mich ein Redakteur von National Geographic an. Er hatte die Idee angesprochen, eine Geschichte über die Ciclovía zu schreiben. Die Redaktion fand das Ereignis aus umweltpolitischer Sicht spannend und fragte, ob es meiner Meinung nach von visuellem Interesse sein könnte. Ich hatte die Ciclovía eigentlich nie als Thema für meine Fotografie in Betracht gezogen, aber dachte dann, dass ich mich diesem Thema mit derselben Herangehensweise nähern könnte, die ich auch bei meiner Arbeit als Street Photographer verfolge. Ich habe dann an 22 aufeinanderfolgenden Sonntagen fotografiert.

Was fasziniert Sie an der Ciclovía am meisten?
Es ist eine Befreiung von den alltäglichen Belastungen, fast wie ein Festival, das jeden Sonntag stattfindet! Für mich bedeutet es Zugang zu Orten, an denen man sich sportlich betätigen, entspannen und das Leben genießen kann. Man hat das Gefühl, die Stadt zurückzugewinnen – eine Stadt, die mit ihren alltäglichen Unzulänglichkeiten sonst nicht immer freundlich wirkt.

Lesen Sie die ganze Geschichte in der LFI 5/2020, erhältlich in gedruckter und digitaler Form.

Alle Bilder auf dieser Seite © Juan Cristóbal Cobo
Ausrüstung: Leica Q, Summilux 1:1.7/28 Asph
© Juan Cristóbal Cobo

Juan Cristóbal Cobo

Ursprünglich geboren in Kolumbien, zog Cobo als Teenager nach New York. Während er zunächst als Kameramann und Regisseur arbeitete, wuchs in ihm die Passion für die Fotografie heran. Als Autodidakt bringt er sein Wissen in seine fotografische Arbeit ein und verbindet sein Verständnis von Licht und Komposition mit der Leidenschaft für zwischenmenschliche Geschichten.

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