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BUCHTIPP

25.12.2015

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Was ist Belgien, was macht das Land aus, wie leben die Menschen dort, wie sieht ihr Alltag aus? Scheinbar ganz einfache Fragen trieben den Fotografen um, als er sich die Erkundung seines Heimatlandes als Aufgabe stellte. Doch was bedeutet „zu Hause“ in einer globalisierten Welt? Haben Fragen nach der Identität, der regionalen Zugehörigkeit überhaupt noch einen Sinn? Das Buch D’entre eux liefert Ergebnisse, zeigt die Erkenntnisse, die der Fotograf über sein Belgien gefunden und in dieser Bildauswahl zusammengestellt hat. Zwar zeigt er in seinen kontrastreichen Schwarzweißfotografien ein Land, das von politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Problemen gezeichnet ist, doch gelingt es ihm ebenso, seine Zeitgenossen in direkten Momentaufnahmen zu porträtieren, indem er ihre persönlichen Rituale und alltäglichen Überlebensstrategien in den Mittelpunkt stellt. Die Porträts seiner Zeitgenossen sind dabei ebenso schonungslos, wie empathisch zugewandt. Manchmal fröhlich skurril, manchmal melancholisch trist.

Der renommierte Bildjournalist Cédric Gerbehaye (*1977), Mitglied der Agentur VU’, hat über ein Jahrzehnt vornehmlich im Ausland gearbeitet, dokumentierte dort unter anderem die Konflikte in Israel und Palästina, im Südsudan und im Kongo, bevor er ein Arbeitsstipendium nutzte, sein Heimatland für sich neu zu erkunden. „Ich hatte diesen Wunsch zu Hause zu arbeiten, etwas, dass ich vorher noch nie gemacht hatte“, so der Fotograf in einem Interview mit dem Time-Redakteur Olivier Laurent. „Jedes Mal, wenn ich zu Belgien befragt wurde, merkte ich, dass ich das Land tatsächlich nicht wirklich kannte.“ Gerbehaye startete ohne eine bestimmte Vorgabe: „Mein Ziel war es, mir Zeit zu nehmen, mich selbst zu finden. Ich wollte mein eigenes Land entdecken, einfach in mein Auto einsteigen und für drei bis zehn Tage herumfahren. Die einzige Sache, die ich wusste, war nicht über die Sache zu sprechen, über die jeder spricht, nämlich die Schwierigkeiten zwischen dem Norden und Süden, zwischen den flämischen und wallonischen Gemeinden. Die Menschen haben meist eine vorgefertigte Meinung über Belgien. Davon wollte ich loskommen.“ Drei Jahre hat dann schließlich dieses Experiment gedauert und den Fotografen in seiner Entscheidung, sich Zeit zu nehmen, bestätigt.

Cédric Gerbehaye
D’entre eux
144 Seiten, 71 Schwarzweißabb.
26,6 x 20,4 cm, Französisch/Niederländisch
Edition Le Bec en l’air
Mit Texten von Benno Barnard, Caroline Lamarche und
Olivier Mouton

www.becair.com
© Cédric Gerbehaye / D’entre eux / Vu’
© Cédric Gerbehaye / D’entre eux / Vu’
© Cédric Gerbehaye / D’entre eux / Vu’
© Cédric Gerbehaye / D’entre eux / Vu’
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