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PORTFOLIO

21.09.2018

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Im Rahmen der „Internationalen Photoszene“ veranstaltet die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) am 27. September 2018 „Die lange Nacht der Projektionen“. Dabei werden je 30 Fotografien der 13 Fotografinnen und Fotografen an verschiedenen Orten des MAKK - Museum für Angewandte Kunst Köln gleichzeitig projiziert. Wir fragten die Kuratorin der Projektionsnacht, Bettina Flitner, nach ihren Auswahlkriterien.

LFI: Worauf haben Sie bei Ihrer Auswahl der Fotografinnen und Fotografen geachtet?
Bettina Flitner: Wir haben Fotografinnen und Fotografen ausgesucht, die uns mit ihren Bildern inspiriert haben und die unseren Blick auf die Welt geprägt haben. Es sind Legenden der Fotografie wie William Klein und Duane Michals, aber auch jüngere Kolleginnen und Kollegen dabei, wie die südafrikanische Fotografin Zanele Muholi. Wir haben sie nicht nur nach ihren berühmten Fotos gefragt, sondern nach Bildern, die für das Leben und Arbeiten dieser Fotografinnen und Fotografen persönlich wichtig sind. In dieser Schau ist also nicht ein „Best of“ zu sehen, sondern eine sehr persönliche Auswahl von Bildern, die die „Legenden der Fotografie“ eigens für die „Lange Nacht der Projektionen“ gemacht haben. Dabei ist aber natürlich dennoch das eine oder andere Bild, dass als Ikone in das visuelles Gedächtnis der Menschen eingegangen ist.

Was ist den Arbeiten evtl. trotz aller Unterschiede gemein?
Die Fotografinnen und Fotografen haben sehr unterschiedliche Arten, die Welt zu sehen und von der Welt zu erzählen. Da sind Porträtarbeiten vertreten, konzeptionelle Herangehensweisen, Reportagen, Arbeiten mit Bild und Text. Vielleicht ist allen gemeinsam, dass sie mit ihren Bildern die Welt nicht nur zeigen und interpretieren. Sondern bei vielen ist auch eine Hoffnung zu spüren, mit der eigenen Arbeit etwas zur Veränderung dieser Welt beizutragen. Das geht vom direkten Engagement von William Klein für die Rechte der Schwarzen in den USA der 60er Jahre über die Kriegsfotos von Lynsey Addario, die vor allem das Leid der Zivilbevölkerung zeigen, bis hin zum Kampf für die Rechte von Homosexuellen von Zanele Muholi.

Können Sie uns kurz die Rolle der Deutschen Gesellschaft für Photographie bei der Photokina/der Photoszene in Köln erklären?
Die Deutsche Gesellschaft für Photographie ist die bedeutendste Vereinigung namhafter Persönlichkeiten aus allen Bereichen der Fotografie in Deutschland. Ich als Vorsitzende der Sektion Bild der DGPh habe mit meinen Kollegen Manfred Linke und Christoph Bangert diese lange Nacht der Projektionen erdacht und konzipiert, die DGPh ist also die Initiatorin und Veranstalterin der „Langen Nacht der Projektionen“, dieser Schau der „Legenden der Fotografie“. Einige dieser „Legenden“ wie William Klein, Barbara Klemm, Duane Michals, Anders Petersen, Herlinde Koelbl sind übrigens Preisträger des Dr. Erich Salomon Preises der DGPh.
© Jan Grarup: Hebron, West Bank, 2002/2003
© Thomas Höpker: September 11, 2001. USA, New York, NY
© William Klein: Antonia und Simone, Friseursalon, New York 1962 (Vogue)
© Mads Nissen: Jon und Alex, ein homosexuelles Paar in Sankt Petersburg, Mai 2014
© Zanele Muholi: Palesa, Parktown, Südafrika, 2016
© privat

Bettina Flitner

Bettina Flitner, 1961 in Köln geboren, kam über das Fernsehen zur Fotografie. Beim Westdeutschen Rundfunk machte sie eine Ausbildung zur Cutterin und studierte in Berlin an der Deutschen Film- und Fernsehakademie. Eines ihrer ersten Fotoprojekte war die „Reportage aus dem Niemandsland“ über den Mauerfall 1989. Sie wurde als Buch publiziert und international ausgestellt. Diese Reportage war der Anlass für Flitner, sich beruflich der Fotografie zuzuwenden. Zwei Jahre später war sie bereits Mitglied der Agentur laif. Mit ihren -Installationen und Fotoskulpturen im öffentlichen Raum löste die Fotografin immer wieder Debatten aus, erhielt aber auch zahlreiche Preise wie den Rückblende Sonderpreis für politische Fotografie 2001.
Seit 2016 ist sie Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Photographie.

Webseite
Deutsche Gesellschaft für Photographie
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