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BEHIND THE SCENES

18.04.2019

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„Dunkel war’s, der Mond schien helle (…), als ein Wagen blitzeschnelle langsam um die Ecke fuhr …“ – dieses in Deutschland sehr bekannte Gedicht eines unbekannten Verfassers klingt wie eine Beschreibung der Bilder David Nissens, die er im April 2019 auch als Bildband mit dem Titel Shapes of Light veröffentlicht. Wie das Gedicht leben auch Nissens Bilder von Paradoxien sowie Widersprüchen und vor allem starken Kontrasten. Nissen fotografiert am liebsten nachts und arbeitet für die Lichtregie entweder mit dem Mond oder vorhandenen Lichtquellen wie Straßenlaternen oder Autoscheinwerfern. Als Bildregisseur und Werbefilmer weiß er Licht und Kontraste zielgenau einzusetzen. Um beim Fotografieren bestimmte Effekte zu erzielen, kombiniert er seine M10 mit verschiedenen Objektiven.

LFI: Wie bereiten Sie sich auf einen fotografischen Streifzug vor?

David Nissen: Als Bildregisseur arbeite ich am meisten mit Summilux-Objektiven oder dem Cooke S4, aber ich finde ich auch das Mini Hawk von Vantage und die Primo-Objektive von Panavision toll. Jedes Shooting ist für mich anders. Ich stelle jedes Mal eine neue Equipment-Liste zusammen, um das beste Ergebnis für den Regisseur, mit dem ich zusammenarbeite, zu erzielen. Ich nehme also nicht all meine Objektive mit, sondern nur die, die ich für den Job brauche. Ich vergleiche meine Arbeit manchmal mit der eines Küchenchefs, der immer wieder aus verschiedenen Zutaten schöne Gerichte zaubert.

Wie erreichen Sie einen bestimmten Look?

Wenn ich Look sage, dann meine ich auch immer die Stimmung, die ich erzeugen will, und dann geht es auch um das Bokeh der Objektive. Deshalb liebe ich gerade ältere Modelle, den Vintage-Objektive sind manchmal besser als neue Optiken, weil sie anmutiger sind. Aber letztlich kommt es immer darauf an, was ich fotografieren will. In einem Beautyclip mit einer Prominenten kommt nicht das gleiche Set zum Einsatz wie für eine Autowerbung.

Welche Objektive setzen Sie für was ein?

Wenn ich fotografiere, schätze ich das alte Summilux-M 1:1.4/50 Asph für seine sehr softe, aber charakteristische Abbildungsleistung. Beim Noctilux-M 1:1/50 Asph mag ich das 3-D-Feeling, wenn ich mit langen [?] Belichtungszeiten arbeite, ein Riesenunterschied zum Summilux-M 1:1.4/50 Asph, das ich hauptsächlich verwende. Aber ich benutze alle meine unterschiedlichen Objektive immer wieder abwechselnd.

Erfahren Sie mehr über die Arbeit von David Nissen in der Ausgabe LFI 03/2019.

Equipment: Leica M10 mit Summilux-M 1:1.4/75 (Bild 1 und 2), Summilux-C 1:1.4/35 (Bild 3 und 4) und Noctilux-M 1:1/50 (Bild 5 und 6)
© David Nissen

David Nissen

Geboren 1969 in Valenciennes, Frankreich. Er studierte dort Fotografie und Malerei an der École des Beaux-Arts. Er ist als Regisseur von Reportagen und Werbefilmen tätig. Für ihn sind Film und Fotografie zwei Medien, die sich ergänzen, wenn es darum geht, eine Geschichte mit Licht zu schreiben. Sein erstes Buch Deep Night veröffentlichte er 2017. Sein jüngstes Buch Shapes of Light erscheint im April 2019.

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