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PORTFOLIO

08.11.2021

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Der Golf von Kalifornien im Westen Mexikos gehört zu den Gebieten mit der weltweit höchsten Biodiversität. Das rund 1100 Kilometer lange „Aquarium der Welt“ bietet eine unglaubliche Vielfalt endemischer und wandernder Tierarten, während sich an Land eine endlos erscheinende Wüste ausbreitet. Wasser ist Leben – das bekommt man an diesem sonnenverwöhnten Flecken besonders intensiv mit. Der mexikanische Fotograf Alfredo Martínez ist schon seit Jahren leidenschaftlicher Chronist aller Aktivitäten, die sich in dieser Region abspielen. Sein Projekt Litoralia hält die Vielfalt des Lebens an, auf und unter dem Wasser fest.

LFI: Warum haben Sie die Bundesstaaten am Golf von Kalifornien für Ihr Projekt ausgewählt?
Alfredo Martínez: Ich habe mich dafür entschieden, das Leben an den Küsten des Golfs von Kalifornien zu dokumentieren, weil es ein abgelegener und faszinierender Ort ist, an dem man der wilden Natur direkt gegenübersteht. Ich mag das Meer und die Unterwasserfotografie sehr, und dies ist einer der Orte mit der größten marinen Artenvielfalt der Welt. Es reizt mich sehr, das Leben von Fischern, Seeleuten und einheimischen Gemeinschaften zu dokumentieren. So entstand dieses Fotoprojekt, das eine visuelle Reise durch das Gebiet und das kulturelle und natürliche Erbe der dort ansässigen indigenen Gruppen und Gemeinschaften darstellt.

Hatten Sie einen bestimmten fotografischen Ansatz? Was wollten Sie in erster Linie zeigen?
Ich habe eine Reihe von Land- und Seereisen an den Küsten des Golfs von Kalifornien unternommen, um die Schönheit, den natürlichen Reichtum, die kulturellen Ausdrucksformen und die Gesichter der Menschen, die dieses Gebiet bewohnen, fotografisch festzuhalten. Es soll aber auch um die Zerbrechlichkeit und die Herausforderungen der Gemeinschaften gehen, die angesichts der Bedrohungen und der Unsicherheit ums Überleben kämpfen. Der rote Faden der Geschichten ist immer das Wasser.

Wie lange hat Ihr Projekt gedauert? Ist es bereits abgeschlossen?
Ich habe dieses Projekt 2015 begonnen und bislang noch nicht abgeschlossen. Es ist ein ehrgeiziges Projekt, und ich bin in dem Maße vorangekommen, wie es meine Ressourcen zulassen. Bisher habe ich einen großen Teil der Küste von Baja California Sur, den oberen Golf von Kalifornien, einen Teil der Küste von Sonora und Nayarit dokumentiert. Ich möchte noch verschiedene indigene Gruppen in den Bundesstaaten Sonora und Sinaloa dokumentieren. Inzwischen bin ich bei der Auswahl und dem Druck der Fotos sowie bei der Gestaltung eines Buches weit fortgeschritten. Ich habe bereits einige Veröffentlichungen in Zeitschriften und eine Fotoausstellung mit dem Titel Viaje al Mar in der Galerie Carlos Olachea in La Paz in Baja California Sur organisiert.

Wie würden Sie die Verbindung zwischen den Menschen und dem Wasser in diesem Teil des Landes beschreiben?
Die enge Verbindung der Küstengemeinden mit dem Wasser ist überlebenswichtig, denn Süßwasser ist sehr knapp. Da die Halbinsel Baja California, Sonora und ein Teil von Sinaloa Wüste sind und die Beziehung zum Meer von der Fischerei abhängt, ist es wichtig, nachhaltigen Fischfang zu betreiben. Kulturell und ideologisch ist die Beziehung sozialer Gruppen, einschließlich indigener Gruppen, zur Umwelt und zum Wasser seit jeher in ihren Nutzungen, Bräuchen und Weltbildern verankert. Wasser ist für viele Menschen in der Region ein heiliges Element, das Leben und Reichtum spendet, und somit auch ein wesentlicher Bestandteil der Traditionen und des täglichen Lebens. (Interview: Danilo Rößger)

Lesen Sie die gesamte Geschichte im LFI Magazin 8/2021.

Alle Bilder auf dieser Seite: © Alfredo Martínez
Equipment: Leica M (Typ 240), Leica M Monochrom mit Summicron-M 1:2/50, Summarit-M 1:2.5/35 Asph, Elmar-M 1:3.8/24 Asph u. a.
© Andrea Gaume Amao

Alfredo Martínez

...hat Fotografie, Kinematografie und Archäologie studiert. Er hat bereits in zahlreichen Ländern fotografiert; auf seinen Reisen versucht er, Abenteuer, Anthropologie und Archäologie miteinander zu verbinden. Er begann seine berufliche Laufbahn in Mexiko-Stadt, und sein größtes Interesse liegt in der Dokumentation der mexikanischen Kultur und Natur. Seine Arbeiten sind bereits in zahlreichen Medien erschienen.

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